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Fashion Software

PIM vs PLM: Was ist der Unterschied?

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Thore Bischoff
· 3 minute read

In der Fashion- und Software-Branche gibt es so viele Tools und Konzepte, dass man bei all den unterschiedlichen Abkürzungen und Akronymen schnell durcheinander kommt. Was ist ein PLM? Und was ein PIM? Ist es nicht das Gleiche? Diesem Mysterium wollen wir in diesem Artikel auf den Grund gehen, indem wir beide Systeme definieren, sowie deren Unterschiede, Gemeinsamkeiten und speziellen Vorteile herausstellen. Kleiner Spoiler: Wenn du beide Systeme vereinst, kannst du einen echten Mehrwert für die digitale Transformation deiner Brand erlangen.

Was ist PLM?

PLM Software wurde dazu entwickelt, den kompletten Lebenszyklus deiner Produkte von der Konzeption bis zur Auslieferung zu optimieren. Es verbindet Produktentwicklungs-Teams und Lieferanten und vereint deren Kommunikation – welche andernfalls über Mail, Excel Sheets, etc. erfolgt – auf einer zentralen Plattform.

Ein PLM bietet dir eine kollaborative Lösung, die dich von verwirrenden und unstrukturierten Prozessen, in welchen sich Daten über unterschiedliche Speicherorte erstrecken, befreit. So können Brands strukturierter und organisierter mit ihren Daten arbeiten und ihren kompletten Produktentwicklungsprozess optimieren. Das Resultat: Mehr Produktivität, geringere Kosten und weniger Fehler und Risiken innerhalb des Sampling-Prozesses.

Mehr dazu: Was ist PLM und warum ist es so wichtig für Fashion Brands?

Was ist PIM?

PIM dagegen hilft dir dabei, deine Multi-Channel Marketing-Strategie zu verbessern. Als Brand verkaufst du deine Produkte zumeist in unterschiedlichen Online-Shops. Hierbei musst du deinen Content an die diversen Anforderungen jedes einzelnen Kanals anpassen, egal ob Amazon, Google Shop, Zalando oder Shopify. Darüber hinaus musst du deinen Content auch so zur Schau stellen, dass er sich auf der ersten Seite wiederfindet und attraktiv für den Kunden ist. Mit PIM kannst du deinen kompletten Produkt-Content an einem Ort lagern für all deine Verkaufskanäle und schaffst zeitgleich den Raum dafür, Produktbeschreibungen bestmöglich zu optimieren. So bist du jederzeit bereit für den nächsten Launch und verbesserst deine Time-to-Market.

PIM vs PLM: Gemeinsamkeiten

PIM und PLM haben hierbei die ein oder andere Gemeinsamkeit. Beides sind Software-Lösungen, die die Team-Kollaboration verbessern und als zentrale Datenbank und Speicherort deiner Produktdaten fungieren.

Allerdings befinden sich die Nutzergruppen in unterschiedlichen Phasen des Entwicklungsprozesses und setzen unterschiedliche Schwerpunkte bei der Datennutzung. Während sich ein PLM mehr mit den reinen Produktdaten zur Optimierung von Produkten-Prozessen und -Kommunikation auseinandersetzt, werden die Daten in einem PIM so optimiert, dass sie zur Grundlage für attraktiven und lebendigen Content dienen (z.B. für SEO, Marketing-Kampagnen und E-Commerce).

PIM vs PLM: Wer sind die Nutzer?

PLM Nutzer sind Produktentwickler, Designer, Techniker, Käufer, Einkaufsleiter, Lieferanten und CEOs, auch wenn das natürlich auch immer davon abhängt, wie eine Brand seine kreativen Teams strukturiert.

Die primären Nutzer im PIM-Bereich dagegen sind die Abteilungen im Marketing und Sales.

Im Optimalfall solltest du als Brand beide Software-Lösungen miteinander verbinden. Denn mit PLM kannst du alle Produktdaten strukturiert für PIM bereitstellen, mit welchem du dann wiederum allen Anforderungen unterschiedlicher E-Commerce Anbieter gerecht werden kannst.

Wenn du alle Produktdaten mit PLM an einem Ort lagerst, ist der Informationsaustausch zu einem PIM erheblich einfacher. Mit einem PIM System kannst du diese dann importieren und verbessern und erhältst diese nicht in unterschiedlichen Dateien mit inakkuraten oder unvollständigen Informationen.

PIM und PLM: Vorteile einer Integration

Stell dir vor, dass dein Produkt verkaufsbereit ist, aber dein Content noch ausbaufähig ist, da die entsprechenden Daten immer noch von allen möglichen Quellen zusammengetragen werden müssen. Genau hier können PLM und PIM zusammenarbeiten.

Alle Produktdaten innerhalb des gesamten Produktentwicklungsprozesses können in einem PLM erstellt und gelagert werden – sobald Designer und Produzenten neue Produkte entwickeln. Mit PLM werden diese Produktdaten strukturiert und zentralisiert, damit Marketing und Sales diese auch automatisch später in ein PIM System importieren können.

Hauptvorteile einer Integrierung:

Automatischer Import von SKUs in PIM
Zentralisiertes Management der Produktdaten
Direkter Import von Produktbeschreibungen der Designer in PIM
Zeiteinsparung durch Wegfallen von doppeltem Dateneintrag
Weniger Fehler bei Produktdaten
Noch schnellere Time-To-Market

Mehr dazu: PLM Vorteile für Marketing und E-commerce


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